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Erstes
Buch der Farbtonstücke (1979-84)
I. Aphoriste
II. An einem grauen Wintermorgen
III. (ohne Titel)
IV. (ohne Titel)
V. Verformung
VI. (ohne Titel)
VII. La musica riservata
Klangbeispiel
Zweites
Buch der Farbtonstücke (1987-93)
Aufladung eines Engels
Besteigung der hallenden Öde
Kinderstück
Rapido Assai
Nächtlicher Altar
Sprechende Hand
winterblue piano
Klangbeispiel
Christoph
Grund - Klavier
Gesamtdauer:
61:30
Bestellnummer:
WER 6533 2
Verkaufspreis: € 16,00
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"Die Farbtonstücke stellen einen oftmals logischen
oder philosophischen Gedanken durch offenliegende musikalische
Vorgänge und Strukturen dar. (...) Als bedeutendstes Charakteristikum
eines Farbtonstücks könnte gelten, daß sich
das Unverbindbare oder bisher nicht miteinander in Zusammenhang
Gebrachte bunt nebeneinandergesetzt findet und ein Kontext geschaffen
wird, der in Widersprüchen die Frage nach dem großen
Zusammenhang aufwirft."
So beschreibt
Andreas F. Raseghi eine Idee, die im Laufe der Jahre zum Ausgangspunkt
vieler seiner Stücke wurde. Sieben kurze, zwischen 1979
und 1984 komponierte Klavierstücke faßte Raseghi
in dem Ersten Buch der Farbtonstücke zusammen, das
einen in sich geschlossenen Zyklus bildet. Das Zweite Buch,
1987 begonnen, ist in seiner Form offener. Die Stücke sind
gegensätzlicher (...) und stehen nicht in direktem Bezug
zueinander. Das Zweite Buch ist das metaphysische Komplement
des Ersten Buches.
(...)
Ein
Kosmos akustischer Ereignisse öffnet sich in der Besteigung
der hallenden Öde. (...) Mikrotonale Oberton-Resonanzen
mischen sich mit ihren temperierten Nachbarn und lassen Schwebungen
entstehen. Der Einschwingvorgang einer angeschlagenen Sekunde
wird als Triller wahrgenommen und anschließend vom Pianisten
imitiert. (...)
Der
minimale Zeitabstand, der beim Anschlagen zweier fast gleichzeitig
gedrückter Tasten entsteht, erzeugt einen tieferen, mitklingenden
Ton, dessen Tonhöhe durch den Pianisten steuerbar ist.
Raseghi nennt dieses (...) Phänomen "Zeittöne".
(...) Einen Höhepunkt erreicht das Stück mit den sogenannten
"Phantomtönen", die im Zeitalter, der "Virtualität"
zu einer höchst modernen Erscheinung werden. Die Töne
eines Akkordes werden als Kombinationstöne übergeordneter,
verborgener "Kerne", also "virtueller" Klänge
betrachtet. (...)
Diese
Musik verführt in ihrer Sinnlichkeit dazu, Klängen
nachzugehen in eine Welt, in der Zeit keine Rolle mehr spielt,
in eine Welt des klingenden Raums.
Michael
Iber
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